Drikung Charitable Society – Drikung Deutschland https://drikung.de Deutschland Mon, 04 May 2020 14:31:22 +0000 de-DE hourly 1 Hilfe für Tagelöhner in Indien https://drikung.de/hilfe-fuer-tageloehner-in-indien/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=hilfe-fuer-tageloehner-in-indien Mon, 04 May 2020 14:29:40 +0000 https://drikung.de/?p=5705

In Südindien sind die Tagelöhner am stärksten von der Pandemie betroffen. Sie haben ihre Arbeit verloren und große Schwierigkeiten, während der gegenwärtigen Sperrung ohne Transportmittel, Lebensmittel und Medikamente zu überleben. Die meisten Tagelöhner verdienen, wenn sie arbeiten, nur 8 € am Tag.

Spendeninitiative von S.E. Ayang Rinpoche

Ayang Rinpoche initiiert ein Wohltätigkeitsprogramm, um Lebensmittel an diese ärmsten Familien zu verteilen. So können das Kloster und die Drikung Charitable Society sicherstellen, dass die Tagelöhner das Nötigste direkt in ihre Hände bekommen.

Wenn Sie oder einer von Rinpoches Schülern, ihre Freunde oder Familie an dieser Initiative zur Verteilung von Nahrungsmitteln teilnehmen möchte, können sie entweder über die weltweiten Amitabha-Stiftungen oder direkt auf das Konto des Klosters spenden. Sie würden sich freuen, die Mittel bis zum 3. Mai zu erhalten, aber auch danach werden weitere Spenden notwendig sein.

Ihre steuerlich absetzbare Spende können Sie auf das Konto der Amitabha Stiftung mit dem Verwendungszweck „Hilfe für Tagelöhner in Indien“ überweisen:

  • 24 € für drei Tageslöhne
  • 56 € für einen Wochenlohn
  • 240 € für einen Monatslohn

Wenn Sie das spirituelle Verdienst der Spende speziellen Personen widmen möchten, können Sie gerne deren Namen angeben. Bitte schreiben Sie diese auch in den Verwendungszweck der Überweisung oder senden Sie uns eine Email.

Mögen alle Wesen von unserer Großzügigkeit profitieren!

Text auf Grundlage des Newsletters von Becky Loy
(für Ayang Rinpoche und jeden der Amitabha Foundation USA)
Übersetzung und Bearbeitung von Christian Licht

Erste Nahrungsmittelausgabe an 3000 arme Haushalte in Südindien

Die ersten 3000 Haushalte, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, haben jetzt Lebensmittel vom Drikung-Kloster in Bylakuppe, Südindien, erhalten. Es sind bisher ca. USD 20.000 durch weltweite Spenden zusammengekommen, aber es werden noch viele weitere Spenden benötigt, um schwierige Lage der Familien der Tagelöhner zu verbessern.

Am 27. April wurden zwei Dörfern mit 750 Haushalten durch Nahrungsmitteln unterstützt und es werden weitere folgen.

Spenden können weiterhin auf des Konto der Amitabha Stiftung in Deutschland mit dem Verwendungszweck „Hilfe für Tagelöhner in Indien“ überweisen werden. Man erhält für Beträge ab 50 € eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung.

Nähere Infos und Bilder

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Jährliche Gebete, Meditationen und Rituale im Drikung-Kloster in Bylakuppe, Südindien https://drikung.de/jaehrliche-gebete-meditationen-und-rituale-im-drikung-kloster-in-bylakuppe-suedindien/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=jaehrliche-gebete-meditationen-und-rituale-im-drikung-kloster-in-bylakuppe-suedindien Tue, 07 Mar 2017 14:10:05 +0000 https://drikung.de/?p=4528

Das tibetische Jahr hat erst vor kurzem begonnen und traditionell gibt es in den ersten 15 Tagen des Jahres, aber auch zu anderen Zeiten im Jahr bestimmte Pujas und Gebete, die durchgeführt werden sollen. Das Kloster von S.E. Ayang Rinpoche im südindischen Bylakuppe hat nun eine Übersicht erstellt, zu welcher Zeit welche Pujas dort ausgeführt werden:

Datum im
tibet. Kalender
Pujas oder Gebete Gesamtkosten
in Euro
08.01. – 15.01. Shitro (Puja der 100 fried- und zornvollen Gottheiten) 20.500
08.02. – 15.02. Rezitation des Kangyur (Worte des Buddha) 5.500
08.03. – 15.03. Achi Chökyi Dölma Gabendarbringungs-Puja 20.500
08.04. – 15.04. Dharma-Schützer Gabendarbringungs-Puja 15.000
25.04. Öffentliche Segnung der heiligen Thubpa Chunyerma Statue 3.500
08.05. – 16.05. Phagmo Drubpa Drubchö 23.000
15.06. Pujas zum Jahrestag von Gampopa 3.250
08.07. – 15.07. Dzambhala Puja 20.500
08.08. – 15.08. Vajrakilaya Drubchen 20.500
23.12. – 29.12. Guru Dragpo Puja 20.500

Eine ausführliche Auflistung kann man herunterladen.

Wie man sich beteiligen kann

Es ist sehr gut, wenn man die Durchführung der Pujas und Gebete unterstützen kann. Dadurch sammelt man gute Eindrücke im eigenen Geist an. Man kann eine Spende auch einer oder mehreren Personen widmen. Dafür benötigt das Kloster die Namen der Personen.

Am 6. März 2017 hat z.B. die Shitro-Puja begonnen. Bis zum 9. März kann man dem Aachener Drikung-Zentrum in einer Email die Namen von Personen mitteilen, die im letzen Jahr gestorben sind und für die gebetet werden soll. In der Email sollte auch den Spendenbetrag und die eigene Adresse enthalten sein. Gleichzeitig sollte man die Spende auf das Konto des Zentrums überweisen. Die Namen und die gesammelten Spenden werden dann an das Kloster weitergeleitet. Für Spenden über 50 € erhält man im darauffolgenden Jahr automatisch eine steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung.

Hinweise auf die Pujas

Wer an die Pujas erinnert werden möchte, kann sich auf der Webseite der Amitabha Foundation USA für den Newsletter eintragen. Dort werden kurz vor den jeweiligen Pujas Hinweise gegeben. Man muss aber nicht über die dabei angegebenen Wege die Namen und Spenden weiterleiten, sondern kann dies über das Drikung-Zentrum in Aachen tun.

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Patenschaften für Tibeter in Bylakuppe, Indien https://drikung.de/patenschaften-fuer-tibeter-in-bylakuppe-indien/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=patenschaften-fuer-tibeter-in-bylakuppe-indien Wed, 29 Jul 2015 17:55:09 +0000 https://drikung.de/?p=3681

Die Amitabha Stiftung hat seit 1995 Patenschaften für hilfebedürftige Tibeter erleichtert. Ayang Rinpoche hat uns kürzlich gebeten, Paten für vier weitere tibetische Flüchtlinge zu finden. Das Patenschaftsprogramm schließt auch Kinder ein, die nicht im Kloster leben, Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen sowie Mönche in Ayang Rinpoches Kloster in Bylakuppe. Lesen Sie hier mehr über das Programm.

Sponsor Sonam Sonam C. ist fast zwei Jahre alt. Wie jedes Baby spielt sie gern zuhause herum. Sie hat ein herzliches Lachen und ein liebenswertes Naturell. Ihre Mutter floh aus Tibet, um Zuflucht in Indien zu suchen. Gegenwärtig lebt sie mit ihrem Mann in einem gemieteten Haus in einer tibetischen Siedlung in Bylakuppe. Sonams Vater ist seit einiger Zeit krank und kann die Familie daher nicht unterstützen. Bitte helfen Sie Sonam C., so dass ihre Mutter für Kinderbetreuung und nahrhafteres Essen sorgen und ihre Schulausbildung in den nächsten Jahren vorbereiten kann.

Sponsor TseringTsering D. ist 52 Jahre alt und eine alleinstehende Mutter von fünf Kindern. Alle ihre Kinder sind erwachsen und leben bei ihren Ehepartnern. Tsering ist körperlich schwach und kann nicht mehr arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie nimmt Medikamente gegen Asthma, Bluthochdruck und andere gesundheitliche Schwierigkeiten, mit denen sie seit Jahren zu kämpfen hat. Einer ihrer Söhne ist Fahrer am Kloster von Ayang Rinpoche. Aber sein eigenes Gehalt reicht nicht einmal aus, um seine eigene Familie zu versorgen, noch weniger um für die medizinische Versorgung seiner Mutter aufzukommen.

Sponsor TenzinCTenzin C. ist ein aktives 12 Jahre altes Mädchen, das in seiner Freizeit gerne singt und tanzt. Derzeit besucht sie die 6. Klasse an der Schule in Bylakuppe. Ihr Vater ist seit einigen Monaten krank und nicht in der Lage, die Familie zu unterstützen. Die Familie sucht einen Sponsor, der hilft, die aktuellen Schulkosten und die Aufwendungen für Tenzins weitere Ausbildung zu tragen.

Sponsor TenzinNTenzin N. ist ein aufgeweckter und fröhlicher Junge. Er lebt mit seiner Mutter in Dharamsala und besucht die dortige Schule. Sein Vater starb, als Tenzin noch sehr jung war. Seine Mutter arbeitet als Tellerwäscherin in einem kleinen Hotel. Sie haben zurzeit keine feste Unterkunft. Wir suchen Personen, die gerne diesen Jungen und seine Mutter unterstützen würden.

Die folgenden Personen haben vor kurzem ihre Paten verloren. Wir suchen für sie daher Ersatzpaten:

  • Eine Nonne und ihr blinder Bruder, der Mönch ist. Beide leben in Tso Pema.
  • Eine Frau, die Ayang Rinpoches und True Lhamos Hauswirtschafterin ist.

Die Kosten für eine volle Patenschaft betragen 360 € pro Jahr bzw. 30 € pro Monat. Wir möchten Paten ermutigen, eine Zusage für eine kontinuierliche jährliche Unterstützung zu geben, solange es ihre eigenen Umstände erlauben. Wir möchten Paten von Kindern und von Erwachsenen, die nicht im Kloster leben, ermutigen, einen persönlichen Austausch, etwa über Briefe, zu pflegen.

Wenn Sie einen Mönch unterstützen möchten, wird der Unterstützungsbetrag unter allen Mönchen des Klosters aufgeteilt. Sie können zu jeder Zeit eine Unterstützung in beliebiger Höhe übermitteln oder die Zusage zu einer vollen und fortlaufenden Patenschaft geben.

Bei Interesse an einer Patenschaft wenden Sie sich bitte an das Aachener Zen­trum. Sie erhalten für die gezahlte Unterstützung einmal jährlich eine steuerlich absetzbare Spendenbescheinigung.

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Ehrenamtliche Mitarbeiter in Ayang Rinpoches Kloster in Bylakuppe https://drikung.de/ehrenamtliche-mitarbeiter-in-ayang-rinpoches-kloster-in-bylakuppe/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ehrenamtliche-mitarbeiter-in-ayang-rinpoches-kloster-in-bylakuppe Tue, 17 Feb 2015 09:46:35 +0000 https://drikung.de/?p=163

bylakuppe_pujaLiebe Freunde,

Ayang Rinpoche sucht für die Arbeit in seinem Kloster in Bylakuppe, Südindien, einen oder zwei freiwillige Mitarbeiter. True Lhamo schreibt, es werden Lehrer im Ruhestand gesucht, die bereit sind, die Mönche in Mathematik, Englisch und im Umgang mit Computern zu unterrichten. Sollten weitere Fächer wie Natur- und Sozialwissenschaften hinzukommen, wäre es ein Gewinn.

Das Kloster braucht außerdem eine Krankenschwester oder einen Arzt. Der im Two Camp Hospital für Erste Hilfe Zuständige ging in den Ruhestand und es gibt seit Monaten keinen Ersatz. Ani Samten wohnt im Gästehaus des Klosters; sie unterrichtet die Mönche in Englisch und Hygiene und half dabei, die Mönche der vierten Klasse gegen Ringelflechte zu behandeln; es wird aber wesentlich mehr Unterstützung gebraucht. Das Kloster könnte viel Geld für Arzneimittel sparen, wüssten die Mönche mehr über Hygiene, und eine Krankenschwester oder ein Arzt könnten entscheiden, welche Arzneimittel bei anderen Krankheiten nötig sind.

Es wäre eine große Hilfe, wenn die freiwilligen Mitarbeiter ein volles Jahr bleiben könnten. Das Kloster kann Verpflegung und Unterkunft bereitstellen.

Bitte schickt einen Lebenslauf mit Ausbildungsdaten an True Lhamo unter amitabhafoundation@yahoo.co.in. Wer Interesse hat, möchte vielleicht Ani Samtens Bericht (nachfolgend) lesen, der beschreibt, weshalb sie vor drei Jahren zur Arbeit in Rinpoches Kloster kam und warum sie dort länger bleiben möchte. Sie nimmt gern zu allen Kontakt auf, die an freiwilliger Mitarbeit interessiert sind. Wendet Euch bitte an True Lhamo, die dann die Verbindung mit Ani Samten herstellen wird.

Bitte denkt darüber nach, in Rinpoches Kloster zu helfen oder bestärkt einen Eurer Dharma-Freunde darin, sich dafür zu melden.

Becky
(Vizepräsidentin und Direktorin Amitabha Foundation USA)

 

Ani Samten über das Unterrichten der Mönche in Ayang Rinpoches Kloster

25. März 2014

Warum habe ich mich darauf eingelassen?

Ich entwickelte die Motivation, aus dem Schuldienst auszuscheiden und Ayang Rinpoche zu unterstützen durch eine Freundin und Dharma-Schwester, die seit langem seine Schülerin ist und selbst das Gleiche macht. Als ich es Rinpoche mitteilte, sagte er, er brauche eine Lehrerin in seinem Kloster in Südindien. Meine spontane Reaktion war ‚JA’, aber ich beschloss, zuerst für einen Besuch im Februar 2010 dort hinzufahren, was sich als gute Entscheidung erwies. Nach dreißig Tagen sah es so aus, als wäre es die Sache wert. Bevor ich abreiste, fragte mich Rinpoche, wie bald ich zurückkommen und wie lange ich bleiben könne. Darüber hatte ich noch nicht nachgedacht. Am 31. Dezember 2010 verließ ich den Schuldienst und zog im Februar 2011 hierher, ein Jahr nach meinem ersten Besuch. Jetzt bin ich schon länger als drei Jahre hier und will noch weitere zweieinhalb Jahre bleiben, bis im August 2016 mein Pass und Visum ungültig werden. Es ist mein tiefer Wunsch, beides zu verlängern und zurückzukommen. Obwohl ich seit 2006 jedes Jahr die Phowa-Kurse in Bodh Gaya, Indien, besuchte, verspürte ich nie einen tiefen Wunsch, in Indien zu leben. Mein tiefer Wunsch war, Rinpoche zu unterstüzen.

Warum bleibe ich?

Ich bleibe, weil ich weiß, dass ich hier sein soll: Es ist eine Berufung. Die Menschen in Indien und Tibet sind von innen aus glücklich, trotz aller Härten ihrer Geschichte. Es inspiriert, in ihrer Energie zu leben. Ich bin hier immer glücklich und zufrieden, und seit einiger Zeit kann ich sagen, ich bin wirklich gern hier. Ich kann mir keinen Ort vorstellen, wo ich lieber sein möchte, trotz kultureller Unterschiede und aller Herausforderungen durch die Lebensweise. Es ist das Geringste, das ich tun kann, um meine Dankbarkeit und Wertschätzung zu zeigen für alles, was Rinpoche zum Wohl aller Lebewesen tut.

Was setzt das voraus?

Zu allererst eine reine Motivation, immenses Mitgefühl und unendliche Akzeptanz, Flexibilität und Bescheidenheit. Sinn für Humor und die Bereitschaft, über sich selbst zu lachen (und über die Ideale, die wir westlichen Menschen so hoch halten)! Du musst diese Aspekte nicht schon alle mitbringen, solltest aber bereit sein, sie zu entwickeln! Ich kann nur sagen, was alles in meine Zuständigkeit fällt: Ich bin hier, um über 100 Mönche vom Kindergarten bis zur 6. Klasse in Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften zu unterrichten, sowie die Mönche des Shedra (Buddhistisches College) und einige wenige ältere Mönche in Englisch zu unterweisen. Zusätzlich bat mich Rinpoche, westliche Hygiene-Standards und Gesundheitspflege einzuführen (die nicht Teil der tibetischen Kultur sind) und den Mönchen, die die Reinigungsarbeiten ausführen, dabei zu helfen.

Er bat mich auch, den Mönchen zu zeigen, wie sie sich um die streunenden Hunde im Kloster kümmern können. Streunende Hunde sind in Indien weit verbreitet und werden meist ignoriert. Ihre Pflege verlangte eine große Veränderung der kulturell tradierten Einstellung. Ich helfe auch dabei, Medizin zu verabreichen, Spenden für die Klosterschule einzuwerben sowie bei anderen Projekten und allen möglichen Dingen, auf die ich angesprochen werde oder die mir auffallen. Es fällt mir sehr schwer, die Bedürfnisse der Mönche zu übersehen (ob bei Gesundheit und Wohlbefinden, Medikation, Augenuntersuchungen, Hygiene-Artikeln, Computern/Druckern für die Lehrer, Sportausrüstung, etc.). Wenn ein Bedarf besteht, und das ist endlos in Samsara, tue ich, was mir möglich ist, ihn zu befriedigen.

Der Zugang zu Lehren und Lernen ist sehr verschieden von dem in Amerika und ich habe eine Weile gebraucht, mich daran zu gewöhnen. Bevor ich Gesundheitsberaterin wurde, arbeitete ich zehn Jahre als Lehrerin. Meine Ausbildung und Erfahrung in der Erziehung von Kleinkindern und mit Sonderpädagogik waren von unschätzbarem Wert. Allerdings erwies sich meine standhafte Überzeugung von praktischem Lernen, analytischem und schlussfolgerndem Denken als Handicap. In Asien besteht die Ausbildung aus Auswendiglernen, Frage und Antwort und dem Abschreiben von der Tafel. Als ich ankam, konnten die Mönche die amerikanische Vorgehensweise nicht verstehen. Ich musste meine Ideale loslassen und sie da abholen, wo sie waren. Ganz langsam fange ich an, mehr vom westlichen Zugang einzuführen.

Die meisten Mönche wirken etwa vier Jahre jünger als gleichaltrige amerikanische Kinder und verhalten sich auch so. Viele würden dort der Sonderpädagogik zugeteilt werden. Die meisten kommen nicht aus Tibet und sprechen bei ihrer Ankunft kein Tibetisch. Sie sprechen Nepali. Sie werden nach ihren Tibetisch-Kenntnissen eingeteilt, dadurch fangen die meisten neuen Mönche in der Kindergarten-Klasse an. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Teenager, die in ihrer Herkunftsschule schon die Klassen 4 bis 6 durchlaufen haben, in die gleiche Klasse kommen wie Vierjährige, die noch nie zur Schule gegangen sind. Alle Mönche brauchen ein hohes Maß an äußerer Struktur, Konsequenz und Verantwortlichkeit, weil ihnen die innere Kontrolle fehlt. Wiederholung ist unverzichtbar, weil das Lernen lange braucht. Es ist typisch, in jedem Fach nur vier Themen pro Jahr zu behandeln. Einreihen (Schlangestehen), die Hand heben vor dem Sprechen und Abwarten, bis man an der Reihe ist, sind nicht Teil der Kultur und müssen ebenfalls noch gelehrt werden. Körperliche Disziplinierung ist Teil des klösterlichen Lebens, aber in meiner Klasse arbeite ich erfolgreich mit positiver Verstärkung.

Meine Klassenräume teile ich mit den Lehrermönchen, die sie nutzen, wenn ich nicht da bin. Sie enthalten nur Tische und Bänke (keine Pulte und Stühle) und eine weiße Tafel. Eine Unterrichtseinheit dauert 45 Minuten, und jedes Fach wird zweimal pro Woche unterrichtet, einschließlich Samstags. Es gibt keine Hausaufgaben. Die Mönche bekommen Lehrbücher für Englisch und Mathematik (in die nichts hineingeschrieben wird und die jedes Jahr neu genutzt werden) und Notizhefte zum Hineinschreiben. Die Lehrbücher sind die gleichen wie in den öffentlichen Schulen Indiens, aber viele der Inhalte sind nicht anwendbar, deshalb sortiere ich und wähle aus, indem ich mich auf funktionelle Fähigkeiten konzentriere. Die Klassenräume sind ‚offen’, auch für Straßenhunde, Vögel, Geckos und andere Lebewesen, die spontan hereinkommen und hinausgehen.

Alle Lehr- und Unterrichtsmaterialien wurden von großzügigen Spendern zur Verfügung gestellt oder von mir angeschafft. Die jährlichen Examen werden von mir verfasst, durchgeführt und korrigiert. Man setzt voraus, dass ich die Fragen eins zu eins den Lehrbüchern entnehme und die Mönche auf die Examen vorbereite, indem ich ihnen die Antworten gebe, die sie auswendig lernen. Mit einer Punktzahl von 35 hat man bestanden. Dies ist eine religiöse Lehranstalt und keine akademische. Die Klassen 4 bis 6 kommen oft mehrere Tage oder Wochen lang nicht zum Unterricht, weil sie in Pujas eingebunden sind. Auch ist es für alle Klöster typisch, dass – falls es keinen akademischen Lehrer dafür gibt – die Mönche garnicht in den akademischen Fächern unterrichtet werden.

Wir haben noch einen weiteren akademischen Lehrer. Es ist ein Tibeter mittleren Alters aus dem Ort, der 2013 eingestellt wurde. Er ist kein ausgebildeter Lehrer, aber mehrsprachig. Er spricht alle Sprachen der Mönche und viele ihrer Dialekte. Er ist ein absoluter Pluspunkt, bereit, die Lehrpläne zu befolgen, die ich ihm aushändige, und unterstützt die Belange von Hygiene- und Gesundheitspflege… und die Mönche lieben ihn!

übersetzt von Dr. Marlene Müller, 28.3.2014

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Hilfe für sichere Geburten im ländlichen Tibet https://drikung.de/hilfe-fuer-sichere-geburten-im-laendlichen-tibet/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=hilfe-fuer-sichere-geburten-im-laendlichen-tibet Sat, 09 Aug 2014 12:49:51 +0000 https://drikung.de/hilfe-fuer-sichere-geburten-im-laendlichen-tibet/

Ein Projekt von S.E. Ayang Rinpoche und der Amitabha Stiftung

Die meisten Frauen in den ländlichen Gebieten Tibets bekommen ihre Kinder zuhause, oft weit entfernt von Krankenhäusern, die im Notfall eine Unterstützung anbieten können. Die Sterberate von Müttern und Kindern war sehr hoch und so hat S.E. Ayang Rinpoche, der aus der Region Rima in Osttibet stammt, im Jahr 2004 ein Projekt begonnen, das die Ursachen untersuchen und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen soll. Seit dem hat sich einiges entwickelt.

Einen großen Fortschritt brachte der Bau und das Betreiben einer Klinik, in der zwei traditionelle Ärzte und eine Hebamme praktizieren und die als Anlaufstelle für die 10.000 Nomaden der Gegend dient. In der Klinik können u.a. Untersuchungen durchgeführt und Impfungen gegeben werden. Zudem werden Schulungen durchgeführt, in denen Hilfskräften und Frauen wichtige Maßnahmen bei der Entbindung erklärt werden. So können u.a. Infektionen und Blutungen vermieden werden. Von der Klinik werden saubere Geburtsausstattungen verteilt, die dazu beigetragen haben, dass in den letzten zwei Jahren keine Frauen mehr im Zusammenhang mit der Geburt starben.

Die Bedingungen in der Klinik sind längst noch nicht optimal und die Ärzte können nicht immer bezahlt werden. Daher ist eine weitere Unterstützung notwendig. Insbesondere für folgende Punkte wird Geld benötigt:

  • Ausbau der Solaranlage, so dass die vorhandene medizinische Ausrüstung wie z.B. Ultraschallgeräte oder Kühlschränke für Impfstoffe kontinuierlich genutzt werden können. Zudem ist eine Solarheizung für den Winter notwendig.
  • Bezahlung der Angestellten für ein Jahr, so dass sie eigene Einnahmequellen durch den Verkauf traditioneller tibetischer Medizin aufbauen können.
  • Finanzierung von sauberen Geburtsausstattungen für schwangere Frauen.
  • Ein Krankenwagen, um Schwerkranke in das zwei Fahrtstunden entfernte Stadtkrankenhaus zu bringen. Zum Glück gibt es mittlerweile eine befestigte Straße, die die Fahrtzeit um die Hälfte verkürzt hat.

GeburtskitJeder Betrag kann helfen die Situation zu verbessern und der Bevölkerung und insbesondere den Frauen und Kindern zu helfen. Spenden können auf das Konto der Amitabha Stiftung überwiesen werden, die am Anfang des Folgejahres Spendenbescheinigungen ausstellt.

Nähere Informationen (in englischer Sprache) sind auf den Seiten der Amitabha Foundation USA (amitabhafoundation.us) verfügbar oder können auch bei uns im Zentrum angefragt werden.

Zusammenstellung von Christian Licht

Bankverbindung: Amitabha Stiftung – GLS Bank Bochum
IBAN: DE50 4306 0967 4027 1462 02 – BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Ayang Klinik Tibet

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Amitabha Foundation Tempel und Retreat-Zentrum https://drikung.de/amitabha-foundation-tempel-und-retreat-zentrum/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=amitabha-foundation-tempel-und-retreat-zentrum Tue, 03 Aug 2010 14:42:15 +0000 https://drikung.de/amitabha-foundation-tempel-und-retreat-zentrum/

Patenschaften für Statuen und Ornamente

Tempel auf dem Hügel bei KopanKunstvolle KapitelleVor gut zwei Jahren haben wir neben weiteren Projekten von S.E. Ayang Rinpoche den Aufbau eines Tempels und Retreat-Zentrums in der Nähe von Kathmandu vorgestellt. Neben dem Haupttempel sollen Retreat-Häuser entstehen, wobei jeweils für acht Retreat-Personen (vier Doppelhäuser) ein kleiner Tempel gebaut werden soll.
Mittlerweile ist der Bau des Haupt-Tempels inklusive der traditionellen Schnitzereien und Malereien fast abgeschlossen. Es fehlen aber noch eine ganze Reihe von Statuen für die verschiedenen Meditationsräume des Tempels sowie einige Ornamente.
 

Form eines Buddha-KopfesDamit das Projekt bald fertig gestellt werden kann und als Möglichkeit für diejenigen, die an dem Projekt teilhaben möchten, können einzelne Statuen oder Ornamente gestiftet werden. Dabei gibt es verschiedene Arten wie man dies durchführen kann:

  • Man wählt eine Statue aus der Liste aus, der man sich besonders verbunden fühlt und/oder die den finanziellen Möglichkeiten entspricht.
  • Man tut sich mit anderen Praktizierenden zusammen und spendet gemeinsam eine Statue oder ein Ornament.
  • Man widmet eine gespendete Statue oder ein Ornament dem Wohlergehen einer Nahe stehenden lebenden oder verstorbenen Person. Wenn gewünscht, ist es möglich, den Namen dieser Person im Tempel oder vor der Statue anzubringen.

Jigten Sumgön StatueNachstehend ist ein Auszug aus der Liste der Statuen und Ornamente zu finden. Alle Preisangaben für die Statuen und Ornamente beziehen sich auf nicht vergoldete Objekte.

Beschreibung
Größe 
Kosten
 Kyobpa Jigten Sumgön  213 cm  7650 €
 Grüne Tara (aus 21 Taras)  61 cm  550 €
 eine der 20 Taras (aus 21 Taras)  46 cm  275 €
 Buddha Shakyamuni (aus 16 Arhats)  61 cm  550 €
 einer der 15 Arhats (aus 16 Arhats)  46 cm  275 €
 Achi Chökyi Dölma  152 cm  6015 €
 Vierarmiger Mahakala  152 cm  6015 €
 Cakrasamvara  152 cm  6015 €
 Dharma-Rad mit zwei Gazellen  244 cm  2630 €
 Kupferdach für einen der vier Ecktürme  64 m²  6275 €

Wer den Betrag für eine Statue oder ein Ornament spenden möchte, kann zunächst bei der internationalen Amitabha Stiftung per Email (amitabhafoundation@yahoo.co.in) nachfragen, ob für das jeweilige Objekt noch Paten gesucht werden. Die Spenden können anschließend an die Amitabha Stiftung in Deutschland überwiesen werden.

Amitabha Stiftung
Dresdner Bank München
BLZ 700 800 00
Kto.-Nr. 367657200

 

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Unterstützung der Projekte von S.E. Ayang Rinpoche https://drikung.de/unterstuetzung-der-projekte-von-se-ayang-rinpoche/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=unterstuetzung-der-projekte-von-se-ayang-rinpoche Thu, 17 Sep 2009 08:34:28 +0000 https://drikung.de/unterstuetzung-der-projekte-von-se-ayang-rinpoche/

Die Amitabha Foundation und die Drikung Charitable Society führen verschiedene gemeinnützige Projekte in Tibet, Nepal und Indien durch. S.E. Ayang Rinpoche hat beide Organisationen ins Leben gerufen und die Projekte initiiert. Die finanzielle Situation ist derzeit weltweit angespannt, so dass für die Fortführung der Projekte Spenden benötigt werden. Im Folgenden können Sie PDF-Dateien herunterladen, die Informationen zu den Projekten beinhalten:

Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie auf folgenden Webseiten:

oder auf der Webseite von S.E. Ayang Rinpoche.

Wenn Sie ein Projekt unterstützen möchten oder Fragen haben, können Sie sich auch an die Amitabha Stiftung Deutschland wenden.

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Aufbau einer Poliklinik und eines Internats in Osttibet https://drikung.de/aufbau-einer-poliklinik-und-eines-internats-in-osttibet/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=aufbau-einer-poliklinik-und-eines-internats-in-osttibet Thu, 31 Jan 2008 16:06:26 +0000 https://drikung.de/aufbau-einer-poliklinik-und-eines-internats-in-osttibet/

S.E. Ayang Rinpoche liegt die osttibetische Region Kham, in der er aufgewachsen ist, sehr am Herzen. Er plant und begleitet daher den Wiederaufbau seines Stammklosters, den Ausbau eines Internats und die Errichtung einer Poliklinik. Das Kloster hat schon wieder Form angenommen wie man auf dem Bild sehen kann.

Das Internat

An dem Ort Ratushan in der Region Chekundo der chinesischen Provinz Qinghai leben ca. 10.000 tibetische Nomaden in ärmlichen Verhältnissen. Von diesen hat so gut wie keiner eine schulische Ausbildung erhalten. Kinder, die in die staatlichen Schulen geschickt wurden, finden häufig keine Arbeit in den Städten, aber wollen auch nicht zurück in das Nomadenleben. Zudem ist es sehr schwierig für die Nomadenkinder eine Tagesschule zu besuchen, da sie weite Wege zurücklegen und meistens zu Fuß gehen müssen. Im Winter ist dies durch die klimatischen Verhältnisse noch wesentlich schwieriger.
S.E. Ayang Rinpoche hat daher in Verbindung mit den chinesischen Behörden ein Internat in der Region aufgebaut, in dem die Nomadenkinder eine Ausbildung erhalten können. Derzeit leben 95 Kinder dort. Es besteht jedoch wesentlich mehr Bedarf und so soll das Internat erweitert werden. Von staatlicher Seite gibt es diesbezüglich aber keine finanzielle Unterstützung. Es besteht auch dringender Bedarf für ein Fahrzeug für das Internat, da die Stadt Chekundo ca. 5 Stunden entfernt ist.
Um den Kindern nach der Ausbildung die Aussicht auf eine Arbeitstelle zu geben, wäre die Errichtung eines handwerklichen und/oder eines Milch-Betriebes von großem Nutzen.

Die Poliklinik

Des Weiteren ist der Aufbau einer Poliklinik zur ambulanten Behandlung der Bevölkerung dringend notwendig, da es bisher in der Region keine Möglichkeit der medizinischen Versorgung bei bestimmten Krankheiten gibt. Es sterben auch immer wieder Frauen bei der Entbindung zusammen mit dem Baby. Nähere Informationen zu dieser Thematik sind hier zu finden.

Unterstützung der Projekte

Die kurz vorgestellten Projekte, die der Bevölkerung in Osttibet zu Gute kommen, benötigen finanzielle Unterstützung.  Es ist am besten über den Email-Kontakt auf den Internetseiten von S.E. Ayang Rinpoche direkt mit den Verantwortlichen zu kommunizieren. Hier können auch nähere Informationen erfragt werden.

Erstellt am 31.1.2008

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Realisierung eines Tempels und Phowa Gebäudes in Bodhgaya https://drikung.de/realisierung-eines-tempels-und-phowa-gebaeudes-in-bodhgaya/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=realisierung-eines-tempels-und-phowa-gebaeudes-in-bodhgaya Thu, 31 Jan 2008 15:00:34 +0000 https://drikung.de/realisierung-eines-tempels-und-phowa-gebaeudes-in-bodhgaya/

Bodhgaya Temple ProjectBodhgaya, der Ort von Buddhas Erleuchtung, hat in den letzten Jahren einen großem Zustrom von Pilgern erlebt. Es finden insbesondere in den Wintermonaten Veranstaltungen statt, zu denen einige Tausend oder Zehntausend Teilnehmer kommen. Seit einigen Jahren findet auch jährlich ein Phowa-Seminar mit S.E. Ayang Rinpoche statt.

Phowa-GebäudeEs wurden vor ein paar Jahren zwei Stücke Land in einer angenehmen Entfernung zur Hauptstupa erworben. Auf diesen Grundstücken sind nun ein Tempel und eine Gebäude für die Phowa-Seminare geplant. Der Tempel ist so geplant, dass er von oben ein achtspeichiges Dharma-Rad darstellt. Das Phowa-Gebäude ist ebenfalls ein Rundbau, der Personen im Inneren und Äußeren die Möglichkeit der Teilnahme bietet.

Die Bauarbeiten des Tempels sind seit einigen Monaten im Gange und die Fundamente sind gelegt. Die Bilder unten zeigen den Stand der Entwicklung. Aktuelle Informationen sind auf den Internetseiten von S.E. Ayang Rinpoche zu finden.

Erstellt am 31.1.2008
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Baufortschritt des Retreat Centers bei Kathmandu https://drikung.de/baufortschritt-des-retreat-centers-bei-kathmandu/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=baufortschritt-des-retreat-centers-bei-kathmandu Sat, 26 Jan 2008 16:11:19 +0000 https://drikung.de/baufortschritt-des-retreat-centers-bei-kathmandu/

Retreat-Zentrum

Das neue Retreat-Zentrum der Amitabha Foundation in der Nähe von Kathmandu nimmt Form an. Der Rohbau des Haupttempels ist schon sehr weit vorangeschritten wie auf den Fotos zu sehen ist. Die Holzarbeiten sowie die Malereien sind begonnen worden. Auf den Bildern wird auch die grandiose Lage auf dem Hügel oberhalb von Kopan deutlich.

 

Retreat-Häuser

Auf dem Gelände sollen nach und nach Retreat-Häuser entstehen, wobei jeweils für acht Retreat-Personen (vier Doppelhäuser) ein kleiner Tempel gebaut werden soll. Es ist möglich, den Bau der Retreat-Häuser zu unterstützen oder eine komplette Retreat-Haushälfte zu finanzieren. Dadurch hat man jederzeit die Möglichkeit, diese Räumlichkeiten zu nutzen. Zu Zeiten, in denen man nicht vor Ort ist, soll die Unterkunft anderen Praktizierenden zur Verfügung stehen.

Nähere Informationen sind auf http://ayangrinpoche.org erhältlich oder können dort per Email angefragt werden. 

 

Nordost-Ansicht  Südost-Ansicht     

Erstellt am 31.1.2008

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